Franz Katzer: Das große Ringen

Lieferzeit:
2-3 Tage (Ausland abweichend)
Lagerbestand:
4
Versandgewicht je Stück:
1,5 kg
14,80 EUR
inkl. 7 % MwSt.zzgl. Versand

Preissenkung! Vorher 29,80 € Jetzt nur noch 14,80 €!

Der Kampf der Sudetendeutschen unter Konrad Henlein

Das Buch schildert mit vielen Belegen den Volkstumskampf der Sudetendeutschen auf dem Hintergrund der deutschen und europäischen Geschichtee in allen Einzelheiten und bildet gleichzeitig die erste umfassende Biographie Konrad Henleins.

Langtext:

Viel zu wenig ist heute über die entscheidenden Vorgänge in Mitteleuropa zwischen 1918 und 1945 bekannt. Die Geschichte dieser folgenschweren Ereignisse wird meist auf das Münchener Abkommen und die Abtretung des Sudetenlandes an das Deutsche Reich beschränkt. Ein Zeitzeuge und Betroffener hat die Entwicklung bis zur brutalen Vertreibung der Deutschen aus ihren Siedlungsgebieten geschildert. Das Buch wird auch erstmals dem in der damaligen Zeit allgemein anerkannten Führer der sudetendeutschen Volksgruppe, Konrad Henlein, und dessen vielfältigen und internationalen Versuchen zur Entschärfung der Gegensätze gerecht. Ein mit zahlreichen eindrucksvollen Dokumenten belegtes umfassendes Buch, das beim gegenwärtigen Streit um die Benesch-Dekrete im Vorfeld der anstehenden EU-Erweiterung eine große aktuelle Bedeutung bekommt.

Eine richtigstellende und ausgewogene Darstellung!

Klappentext:

Mit den Friedensdiktaten von Versailles und St. Germain wurden 1919 Millionen deutscher Menschen in ihren jahrhundertelang bewohnten Siedlungsräumen unter grober Verletzung des vorher insbesondere vom US-Präsidenten Wilson versprochenen Selbstbestimmungsrechtes von ihrem Volk abgetrennt und fremden Staaten zugeschlagen. Diese achteten vielfach das Minderheitenrecht nicht und führten Entdeutschungsmaßnahmen durch, so daß es zu unerträglichen Zuständen kam.

Mit rund 3,5 Millionen Seelen bildeten die Sudetendeutschen in Böhmen und Mähren sowie in der Slowakei die größte unter fremder Herrschaft gelangte deutsche Volksgruppe. Sie hatten bisher in meist geschlossenem Siedlungsgebiet mit den Tschechen seit Jahrhunderten zusammen in dem Vielvölkerstaat der Habsburger Monarchie gelebt, die allen Völkerschaften den notwendigen Entwicklungsraum geboten hatte. Die ab 1919 in der neu gegründeten Tschecho-Slowakei herrschenden, wenn auch nicht die absolute Mehrheit bildenden Tschechen begannen im Bestreben, einen reinen tschechischen Nationalstaat zu schaffen, sofort mir einer rigorosen Unterdrückung der Deutschen, die gegen ihren erklärten Willen in das neue Staatsgebilde gezwungen worden waren.

In diesem Buch wird auf dem Hintergrund der damaligen europäischen Geschichte der über zwanzig Jahre währende Volkstumskampf der Sudetendeutschen bis zur Katastrophe 1945 beschrieben. Ausgehend von den nationalen Gegensätzen zu Ende des 19. Jahrhunderts wird die Lage vor und nach dem Ersten Weltkrieg dargestellt, kommen die betrügerischen Methoden der tschechischen Vertreter in Versailles zur Sprache, wird der deutsche Protest gegen diese Mißachtung des Selbstbestimmungsrechtes dokumentiert. Ausführlich werden die zahlreichen Versuche der Sudetendeutschen gewürdigt, mit der Prager Regierung zu einem erträglichen Ausgleich zu kommen. Doch trotz aller Bemühungen der Deutschen, trotz ihre Loyalität zum neuen Staat, trotz Eintritt einiger Abgeordneter in die Regierung verstärken die Tschechen unter Masaryk und Benesch ihre Entdeutschungspolitik.

Der immer härter werdende Volkstumskampf wird vor allem von der sudetendeutschen Turnbewegung getragen, die in den zwanziger Jahren maßgeblich von Konrad Henlein geprägt wird und aus der nach dem Versagen der deutschen Heimatfront unter Henleins Leitung hervorgeht. Später wird diese, wieder unter der Führung Henleins, die Sudetendeutschen Partei (SdP) bilden. Obwohl sie zur stärksten Partei des Staates wird, bleibt ihr in undemokratischer Weise jede Regierungsbeteiligung und damit jeder staatliche Einfluß verwehrt.

Während Benesch verantwortungslos auf einen europäischen Krieg hinsteuert und 1938 zweimal seine Truppen mobilisiert, gelingt es, die gefährliche Entwicklung mit dem Münchener Abkommen noch einmal friedlich und für alle Beteiligten erträglich in den Griff zu bekommen. Schon bald ziehen mit dem Einmarsch der Wehrmacht in Prag und mit dem Zweiten Weltkrieg dunkle Wolken am Horizont auf, bis der tschechische Blutrausch im Mai 1945 und die Vertreibung aus ihrer Heimat über die Sudetendeutschen kommen.

Diese ganze geschichtliche Entwicklung, heute meist verfälscht dargestellt, wird hier mit vielen Zitaten und Erklärungen von Zeitzeugen so berichtet, wie sie wirklich ablief. Da Konrad Henlein die führende und von allen Seiten anerkannte Persönlichkeit in diesem jahrzehntelangen Ringen war, liegt damit zugleich die erste umfassende Biographie dieses herausragenden und tief in der Sittlichkeit seines Volkstums ruhenden Mannes vor. Viele zeitgeschichtliche Abbildungen ergänzen die in ihrer Art einzigartige Darstellung, die auch den verschiedenen Gruppierungen innerhalb der Sudetendeutschen wie dem ›Kameradschaftsbund‹, dem ›Aufbruch‹ oder den ›Aktivisten‹ gerecht wird.

Inhaltsverzeichnis:

1 Vorwort 9

II Jugend und Umbruch 22

Der junge Turner - 27 Der junge Soldat 30 - Der Tod Kaiser Franz Josephs 33 An der Front 38 - Das Ende des Krieges 43 - Umsturz in Prag 45 Die Folgen für die Deutschen 49 - Benes und die neue Prager Regierung 52 Die Besetzung der deutschen Gebiete 53 - Masaryk 57 - Versöhnliche Stimmen 63 - Wilson in Paris 65 - Besetztes Land 70 - Der 4. März 1919 75 Die Festsetzung der Grenzen 82 - Die Gemeindewahlen vom 15. Juni 1919 86 Der tschechische Staatsvertrag und St. Germain 87

III Der Turner 94
Neue Aufgaben in der Heimat 97 - Der Dietwart und Turnwart 99 Der Sokol und der Nationalitätenkampf 101 - Die Bodenreform 108 - Eine neue Verfassung 109 - Erste Parlamentswahl 110 - Deutsche Erklärungen im Parlament 112 - Modernes Turnen 117 - Erschossene in Graslitz 119 Der Gaudietwart 120 - Berufung zum Turnlehrer in Asch 123

IV Der Turnlehrer 125
Der Fall Baeran 127 - Die Tschechische Legion 129 - Die Verhältnisse 1922 131 - Die Wahlen von 1925 135 - Neue Entdeutschungsmaßnahmen 137 Turnen und Volkstum 138 - Deutsche in der Prager Regierung 143

V ›Eindringlinge und Kolonisten‹? 145
Menschen - Land - Geschichte 145 - Geschichtslügen 148 Germanen und Kelten in Böhmen 155 - Das Mittelalter in Böhmen 158 - Die Hussitenstürme 160 - Böhmen unter Habsburg 162 - Schicksalsjahr 1848 163 - Die Zeit nach 1866 166

VI Der Kameradschaftsbund 168
Der Turnverband und seine Konkurrenz 171 - Zwietracht unter den Deutschen 173 - Zensur und Meinungsterror 175 - Henleins Reformen 176 Prags Einfluß auf die Auslandspresse 179 - Die Gründung des Kameradschaftsbundes 184 - Othmar Spann 186

VII Druck und Gegendruck 192
Ein tschechischer Musteraufsatz 193 - Neue Grundsätze des Turnens 197 Die politische Entwicklung 1928/29 200 - Die wirtschaftliche Not 203 Die Prager Film-Krawalle im Herbst 1930 207 - Der Gauturntag in Saaz 208 Das Turnfest in Kaaden 209 - Asch als Mittelpunkt der Erneuerung 213 Der Volkssport-Prozeß 216 - Machtwechsel in Deutschland 219 Der Nationalsozialismus in Böhmen 223 - Maulkorb für Rundfunkhörer 227 - Das Verbandsturnfest in Saaz 1933 228

VIII Der Politiker 236
Dr. Walter Brand 238 - Vorläufer einer Sammlung 242 - Ein folgenreicher Entschluß 247 - Der Aufruf zur Sudetendeutschen Heimatfront 249 Auflösung und Verbot der DNSAP 250 - Die Pressekonferenz vom B. 10. 1933 254 - Die Anfänge der SHF 257 - Die Verhaftung Dr. Brands 264 Weitere Entdeutschung 267 - Spannungen in der SHF 270 - Spaltungsversuche 272 - Der Aufbruchkreis 273

IX Böhmisch Leipa und die Wahl 276
Henlein wird ernst genommen 282 - Das Treffen mit Steinacher und Hess 283 - Die Rede von Böhmisch Leipa 286 - Auswirkungen der Rede von Böhmisch Leipa 301 - Europa 1934 306 - Verhandlungen mit den Landwirten 307 - Die Sudetendeutsche Partei 310- Wahlkampf 1935 311 Die Wahlen am 19. Mai 1935 320 - Die neue Lage nach der Wahl 322

X »Wir haben Euch gejagt...« 328
Anfang im Parlament 329 - Die Lage der DSAP 333 - Eine Zeitung der SdP 335 - Henleins Verbindung nach England 342 - Masaryks Rücktritt 346 - Bene~ als Staatspräsident 351- Neues Elend im Sudetenland 356 - Wenzel Jaksch 361 - Streit in der SdP 366 - Henleins Gespräch mit Hitler 368 Eingabe an den Völkerbund 370 - Das »Staatsverteidigungsgesetz« 372 Die Auswirkungen des Verteidigungsgesetzes 377 - Tagung der SdP in Eger 381 - Kritik an Dr. Brand 383 - Die Olympiade in Berlin 387 - Fehlverhalten von Wenzel Jaksch 391 - Weitere Uneinsichtigkeit Prags 1936 393

XI Insel der Demokratie 398
Ein sozialdemokratisches Memorandum 404 - Forderung nach Auto nomie 407 - Jaksch in London 409 - Fühlungnahme mit dem Reich 411 Der ›Tag von Aussig‹ 413 - Das »Volksschutzgesetz« 416 - Verschiebung der Wahl 421 - Henlein bei Hodia - 425 - Die Verhaftung Ruthas 428 Die Veröffentlichung der Benes-Denkschriften 429 - Der Vorfall in Teplitz-Schönau am 17. 10. 1937 432 - Wenzel Jakschs Denkschrift vom 17. 9. 1937 436

XII Der Wandel 440
Henleins zweite Lösung 442 - Henleins Brief an den deutschen Außenminister 444 - Eine neue Lage in Sudetenland 447 -Stimmen zur Jahreswende 1937/38 451 - Hitlers Rede vom 20. 2.1938 458 - Der Anschluß Österreichs 460 - Hoffnungen im Sudetenland 463 - Die neue Lage für die SdP 467 Henlein bei Hitler und Ribbentrop 470 - Henlein mahnt zur Ruhe 473 Der Parteitag in Karlsbad 475 - Die Antwort der Tschechen 480 Die Kundgebungen vom 1. Mai 1938 483 - Sudetendeutsche Pressestelle 487

XIII Die Krise in der Krise 492
Henleins neuer Besuch Londons 493 - Prag provoziert Kriegsgefahr und Zusammenstöße 495 - Prag mobilisiert 497 - Die Beisetzung in Eger 503 Die Gemeindewahlen 505 - Die Lage nach der Mobilisierung 507 - Sorgen im Ausland 511 - Hinhaltetaktik der Tschechen 514 - Das »Nationalitätenstatut« 519 - Forderung nach slowakischer Autonomie 524 - Henlein in Bayreuth und Zürich 525 - Das Turnfest in Breslau 527 - Lord Runcimans Mission 531 - Runcimans Erfahrungen 537 - Henlein bei Runciman 540 Benes Taktieren 543 - Henleins Besichtigungsfahrt 547 - London will Gespräch Henleins mit Hitler 550 - Die Prügelei von Mährisch Ostrau 556 Der Reichsparteitag in Nürnberg 1938 558

XIV Die Lösung 562
Runciman gibt auf 566 - Eine allgemeine Flucht ins Reich 568 - Chamberlain in München 571 - Der Aufruf der DSAP 577 - Das Sudetendeutsche Freikorps 579 - Der Druck Englands und Frankreichs 581 - Neue Prager Regierung 586 - Das Treffen in Bad Godesberg 587 - Die tschechische Mobilmachung 590 - Die Münchener Konferenz 595 - Die Befreiung 602 - Benes tritt zurück 607 - Die Eingliederung 610

XV Rückblick 612
Die Zustimmung in London und Paris 620

XVI Siege und ihre Schatten 624
Henlein trifft Hitler 628 - Die Gleichschaltung 633 - Dr. Hacha neuer Präsident 636 - Reichstagswahl 639 - Schwierige Lage in der Rest-Tschechoslowakei 640 - Wechsel in der HJ-Führung 645 - Hacha in Berlin 647 Deutsche Truppen in Prag 650 - Der Dresdener Prozeß 656 - Der Zweite Weltkrieg beginnt 658 - Pläne der Exildeutschen 662

XVII Dämmerung 666
Schwierigkeiten für Henlein 667 - Der Weltkrieg geht weiter 673 Das Attentat auf Heydrich 676 - Henlein kann sich durchsetzen 679 Die Nachkriegspläne der Exiltschechen 680 - Das Ende 1945 686 Prager Blutrausch 692

Anmerkungen 697

Personenverzeichnis 708

 

720 Seiten
gebunden
122 Abbildungen


Über den Autor:

FRANZ KATZER, geboren 1930 in Nordmähren. Nach der Vertreibung 1946 in verschiedenen technischen Berufen tätig. Ab 1970 Tätigkeit im Buchhandel. Von 1975 bis zur Pensionierung 1993 Angestellter an der Universitätsbibliothek Stuttgart. Beschäftigte sich sein Leben lang mit Fragen der Geschichte, insbesondere der Zeitgeschichte. Zahlreiche Aufsätze in Fachzeitschriften.

Scheil nimmt Geschichtswissensch...

Stefan Scheil: Revisionismus und Demokratie

Scheil nimmt Geschichtswissenschaft ernst: er betreibt Revision des G...

8,00 EUR
inkl. 7 % MwSt.zzgl. Versand
Ihre Frage zum Produkt


*
Die Datenschutzbestimmungen habe ich zur Kenntnis genommen.
Ich willige ein, dass meine Angaben zur Kontaktaufnahme und Zuordnung für eventuelle Rückfragen dauerhaft gespeichert werden.
Sie können diese Einwilligung jederzeit per E-Mail oder telefonisch widerrufen.

Kundenrezensionen


von 19 Artikel in dieser Kategorie